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Ecoplast: Kunststoff-Recycler wird an Borealis verkauft und expandiert

Ecoplast: Kunststoff-Recycler wird an Borealis verkauft und expandiert

Neuigkeiten 14.08.2018
LukasIntemann
Lucas Intemann

Borealis übernimmt die Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH, Österreichs größten Polyethylen-Recycler. Borealis hat seine Konzernzentrale in Wien und beschäftigt rund 6.600 Mitarbeiter in mehr als 120 Ländern.

Ecoplast-Geschäftsführer Lukas Intemann leitet auch weiterhin die Geschicke des Unternehmens – und setzt auf Wachstum: Der PE-Recycler investiert am Standort Wildon in der Steiermark zehn Millionen Euro in hochwertige Wasch- und Extrusionsanlagen sowie eine automatische Sortieranlage und erhöht damit die Produktionskapazitäten um 60 Prozent. „Es herrscht Aufbruchsstimmung in der Branche. Die Herausforderung Kunststoffabfall kann in Europa nicht länger ignoriert werden. Es braucht stärkere Investitionen, internationale Kooperationen und nachhaltige Lösungen, um die europäischen Kunststoffziele erreichen zu können", betont Ecoplast-Geschäftsführer Lukas Intemann. „Genau deswegen ist der Verkauf an die Borealis AG ein sinnvoller, stimmiger Schritt."

Bekenntnis zu Recycling gefordert

Der Kunststoff-Recyclingmarkt, sagt Intemann, werde in den kommenden Jahren überproportional wachsen. Die EU-weit gesetzlich vorgeschriebene Verwertungsquote wird von momentan 22,5 Prozent in zwei Schritten bis 2030 auf 55 Prozent erhöht. Lukas Intemann: „Der Gesetzgeber muss den Markt für Sekundärrohstoffe öffnen. Von Industrie und Handel – sowohl von den Herstellern von Kunststoff-Verpackungen als auch von den Brand Ownern – fordern wir ein verbindliches Bekenntnis zu mehr Recycling!" Das Ziel: Die hergestellten und verwendeten Kunststoffverpackungen sollen schon in fünf Jahren zu mindestens einem Drittel aus rezykliertem Material bestehen.

Vermeidung, Wiederverwendung, Recycling

ReinhardIntemann
Reinhard Intemann

Reinhard Intemann, ehemaliger Geschäftsführer und Hauptgesellschafter von Ecoplast, begrüßt die öffentliche Diskussion um Plastiksteuer und vermüllte Weltmeere ausdrücklich. „Kunststoffe in Meeren und Seen sorgen für berechtigte Angst und ein Gefühl der Ohnmacht. Die Gefahren sind offensichtlich. Gleichzeitig ist es ein Faktum, dass Kunststoffe aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken sind." Deswegen fordert Intemann einen ganzheitlichen Blick und Lösungen, die früher ansetzen – zum Beispiel schon vor der Entstehung eines Produktes. „Vermeidung und Wiederverwendung von Kunststoffprodukten haben oberste Priorität. Aber sie reichen nicht aus. Wir müssen auch dafür sorgen, dass viel mehr Kunststoffabfall in die Rezyklierung gelangt und mehr Rezyklate in der Herstellung verwendet werden. Darüber hinaus ist es unsere Aufgabe, die Sinnhaftigkeit der Kunststoffabfall-Sammlung zu unterstreichen."

Seit 25 Jahren erfolgreich

Die Qualität der PE-Rezyklate hat sich im Laufe der Zeit rasant verbessert. „In manchen Bereichen können Primärrohstoffe zu 100 Prozent ersetzt werden", berichtet Reinhard Intemann. Seit 25 Jahren verwandelt Ecoplast im steirischen Wildon PE-Abfälle in einen so genannten Sekundärrohstoff. Das ist auch deswegen ökologisch sinnvoll, weil im Gegensatz zur Erzeugung eines Primärrohstoffes eine Verminderung des ökologischen Fußabdrucks von mehr als 80% erzielt wird. Aus dem erzeugten Rezyklat werden dann bei den Ecoplast-Kunden wieder Kunststoffprodukte hergestellt. Folie wird zu Folie, Rohr wird zu Rohr.

Geleitet wird Ecoplast seit Jahrzehnten aus Lustenau in Vorarlberg. Der Generationenwechsel wurde 2014 vollzogen, als Lukas Intemann als Geschäftsführer übernahm.

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