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Kunststoff-Cluster (KC): Projekt „BlisterCycle“

Kunststoff-Cluster (KC): Projekt „BlisterCycle“

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Stoffliches Recycling stößt bei Materialverbunden oft an seine Grenzen – chemisches Recycling oder thermische Entsorgung schienen die einzigen Optionen. Das Projekt „BlisterCycle“ hat nun eine Lösung gefunden: PET-PE-Verbunde werden in ihre Komponenten getrennt und wieder kreislauffähig gemacht. Der Kunststoff-Cluster (KC) hat das Projekt begleitet.

Im Zentrum steht ein typischer Verpackungsblister: transparentes PET-G kombiniert mit einer bedruckten, abreißbaren HDPE-Siegelfolie. Nach dem Schreddern der Blister zu einem Mahlgut mit 6 bis 10 mm Kantenlänge erfolgt der entscheidende Schritt – eine Schwimm-Sink-Trennung in einem Salz-Wasser-Gemisch mit einer Dichte von 1,19 g/cm³. Diese entspricht einer rund 25 %-igen Kochsalzlösung.

Cluster HannesMeier Newsletter

Projektkoordinator Hannes Meier vom Beratungsunternehmen M2 Consulting GmbH (Fotocredit: © M2 Consulting GmbH)

„Damit kann PET-G sortenrein in der Sinkfraktion abgeschieden werden. Auch verbleibende Verbundpartikel aus PET-G und HDPE landen gemeinsam in der Schwimmfraktion“, erklärt Projektkoordinator Hannes Meier vom Beratungsunternehmen M2 Consulting.

Hochwertige PET-G-Folien: Nach dem Abfiltrieren der Schwimmfraktion wird das verbliebene PET-G getrocknet. An der Oberfläche auskristallisiertes Kochsalz lässt sich beim anschließenden Mischen des Mahlguts leicht entfernen und wieder dem Prozess zuführen. Das gewonnene PET-G kann hingegen – je nach Dosiertechnik des Folienherstellers – entweder direkt als Mahlgut oder nach einem Regranulierschritt erneut zu hochwertigen PET-G-Folien extrudiert werden.

Lösung für HDPE: Auch für die HDPE-Fraktion gibt fand das Projektteam eine Lösung, berichtet Meier: „Sie enthält zwar PET-G und Druckfarbenreste, wird aber über einen Regranulierprozess weiter aufbereitet. Ein Teil des PET-G scheidet sich dabei über die Schmelzefiltration ab. Das verbliebene PET-G und die abgebauten Druckfarbenreste werden durch ein speziell entwickeltes Additiv-Paket kompatibilisiert und REACH-konform gemacht.“ Das Ergebnis: eine rezyklierte HDPE-Fraktion, die sich erneut zur Herstellung von Folien eignet.

Dieses Projekt wird aus Mitteln der oö. Wirtschafts- und Forschungsstrategie #upperVISION2030 vom Land OÖ gefördert.
Projektpartner:
• M2 Consulting GmbH (Projektkoordinator), Hartkirchen
• Takeda Austria GmbH, Linz
• Industrietechnik Filzwieser GmbH, Gaflenz
• Dikatech GmbH, Wippenham
• TCKT – Transfercenter für Kunststofftechnik GmbH, Wels

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