Polypropylen-Rezyklate gewinnen zunehmend an Bedeutung, insbesondere in langlebigen Anwendungen. Um ihre Zuverlässigkeit zu gewährleisten, arbeitet das Kunststoff-Zentrum SKZ an einer neuen Prüfmethode auf Basis des Strain Hardening Tests (SHT).
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Mahlgut, Rezyklatcompound, Folie und Probekörper für den Strain Hardening Test. (Foto: Luca Hoffmannbeck, SKZ) |
Für den Einsatz von Polypropylen-Rezyklaten ist eine quantitative Bewertung der Materialqualität entscheidend. Dabei müssen insbesondere die für Polyolefine relevanten Versagensmechanismen berücksichtigt werden – allen voran die Spannungsrissbeständigkeit, also die Fähigkeit eines Materials, langsamen Risswachstum zu widerstehen. Für Polyethylen-Neuware in Rohranwendungen ist der Strain Hardening Test (ISO 18488) bereits etabliert.
Auf dieser Grundlage startet das SKZ ein zweijähriges Forschungsprojekt, um eine vergleichbare, einfach anwendbare Methode für Polypropylen-Rezyklate zu entwickeln. Zunächst werden Rezyklate durch Mischungen von Materialien mit bekannten Eigenschaften simuliert. „Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Abhängigkeit der Testergebnisse von Mischungsanteilen und -verhältnissen“, erklärt Britta Gerets, Senior Engineer am SKZ.
Im Anschluss erfolgt die Validierung der Methode an Post-Industrial- (PIR) und Post-Consumer-Rezyklaten (PCR). Dabei wird zusätzlich untersucht, inwieweit sich die Spannungsrissbeständigkeit durch gezielte Zugabe von Neuware verbessern lässt









