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Rewindo organiert bundesweites Recyclingsystem

Rewindo organiert bundesweites Recyclingsystem

Artikel

In Aachen startete kürzlich die energetische Sanierung von sechs Wohnblöcken. Die Gebäude mit insgesamt circa 160 Wohneinheiten und über 10.000 m2 Wohnfläche stammen aus dem Jahr 1963. Es handelt sich um eine „Hüllsanierung“, das heißt auch die Bestandsfassade wird saniert. Die Arbeiten erfolgen in drei Bauabschnitten und im bewohnten Zustand. Derzeit werden im ersten Wohnblock von einem Fensterbauunternehmen die 175 alten PVC-Fenster gegen moderne, energiesparende Kunststofffenster ausgetauscht. Am Ende werden die Wohngebäude über 1.000 neue Fenster erhalten.

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Was häufig noch nicht bekannt ist: Die ausgedienten Altfenster können mit Hilfe eines langjährig erprobten Verfahrens werkstofflich recycelt und das Rezyklat in der Fensterprofilherstellung erneut eingesetzt werden. Dieses bundesweite Recyclingsystem wird seit 2002 von Rewindo, Bonn, organisiert und mit ihren Recyclingpartnern technisch umgesetzt.

Die Entsorgung von Baustellenabfällen in geschlossenen Materialkreisläufen, heute auch als „zirkuläres Bauen“ bekannt, entspricht den aktuellen Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und der Gewerbeabfallverordnung. In Aachen hat das werkstoffliche Recycling von PVC-Altfenstern bereits Tradition: Die 1891 gegründete gewoge, größtes Wohnungsunternehmen in Aachen, leistete auf diesem Gebiet schon vor über 16 Jahren Pionierarbeit.

An der Baustelle werden die ausgebauten PVC-Altfenster in einem gesonderten Container gesammelt. Für die Entsorgung der PVC-Altfenster sorgt das Recycling Network profine in Pirmasens. Der zu den führenden Systemhäusern Deutschlands gehörende Hersteller von Kunststofffensterprofilen, Sichtschutzsystemen und PVC-Platten ist einer der Gründungsgesellschafter der Rewindo. Am Standort Pirmasens wird neben Profilabschnitten auch vorkonfektioniertes Altfenstermahlgut zu Regranulat für die Produktion von Recycling-Fensterprofilen aufbereitet. profine kooperiert bei diesem Prozess darüber hinaus mit weiteren Recyclingpartnern der Rewindo.

Der Materialkreislauf für Kunststofffenster trägt nicht nur zur Ressourceneffizienz bei, sondern spart im Vergleich zur Neuproduktion erhebliche Mengen an CO2. Die PVC-Recyclingprofile besitzen die gleiche bautechnische Qualität wie Neuware.

„Das Verfahren erzielt beachtliche Ergebnisse“, so Rewindo-Geschäftsführer Michael Vetter. Allein vergangenes Jahr wurden auf diese Weise in ganz Deutschland über 2,5 Millionen ausgediente Kunststofffenster recycelt und in den Materialkreislauf zurückgeführt. Die Steigerung der jährlichen Recyclingmengen trägt auch zur Erreichung der Recyclingziele im Rahmen des gemeinsamen Nachhaltigkeitsprogramms VinylPlus® der europäischen PVC-Branche bei. Jährlich sollen bis 2030 europaweit eine Million Tonnen PVC aus allen Anwendungen recycelt werden.

Vetter: „Wir leisten hierzu einen bedeutenden nationalen Beitrag. Auch die PVC-Altfenster aus Aachen sind ein Mosaikstein in diesem Materialkreislauf.“ Er rechnet mit weiterhin steigenden Mengen in den kommenden Jahren. Mit Blick auf die Energiekosten und den Klimaschutz bestehe nicht nur im Bereich der Gebäudesanierung ein großer Bedarf an energetischen Maßnahmen. Ohne den Einsatz preiswerter und energiesparender Kunststofffenster könne man die Umweltziele der Bundesregierung im Bausektor nicht erreichen.

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