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KraussMaffei zeigt auf der K 2019 geschlossenen Material- und Fertigungskreislauf

KraussMaffei zeigt auf der K 2019 geschlossenen Material- und Fertigungskreislauf

Neuigkeiten 03.09.2019

Das Unternehmen beschäftigt sich seit mehr als drei Jahrzehnten in Forschung und Entwicklung mit dem Thema Recycling und trägt diesem strategischen Fokus auch auf der diesjährigen K-Messe Rechnung.

Aus Eimer wird A-Säule

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Verpackungsprodukte haben schnell ihre Pflicht erfüllt. Warum sie dann nicht als Ausgangsstoff für neue High-Tech-Artikel verwenden, etwa für die Automobilbranche? Auf der K 2019 zeigt KraussMaffei, wie sich ein simpler Eimer in eine hochwertige Verkleidung für eine A-Säule mit Stoffdekorierung verwandelt. Möglich macht dies ein Zweischneckenextruder ZE 28 BluePower, der das Material upcycelt.

Unter dem Stichwort Circular Economy verzahnt KraussMaffei am Messestand die Geschäftsbereiche EXT (Extrusion), IMM (Spritzgießen) und DSS (Digital & Service Solutions). Die zur K neu präsentierte Spritzgießmaschine GX 1100 mit einer Schließkraft von 11.000 kN fertigt Eimer aus PP, die dann – extern geschreddert – als Mahlgut wieder in den Materialkreislauf eingespeist werden. Unter der Markenbezeichnung EdelweissCompounding produziert ein Zweischneckenextruder ZE 28 BluePower daraus technisch aufgewertetes Recompound. Dafür werden den PP-Flakes Farbstoffe und ein 20-prozentiger Anteil an Talkum zugesetzt. Nach der Unterwassergranulierung und Trocknung steht das Recompound wieder in hoher Qualität und mit angepassten Eigenschaften für die folgende Spritzgießanwendung zur Verfügung. Über eine Materialversorgung zur vollektrischen Spritzgießmaschine PX 320 transportiert, wird das PP in der Kavität zu einer Verkleidung für eine A-Säule geformt. Die Bauteiloberfläche bildet eine hinterspritzte Stoffschicht.

KraussMaffei als Enabler für Circular Economy

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Matthias Sieverding

Mit EdelweissCompounding soll das eigene Compoundieren für Recyclingunternehmen und Kunststoffhersteller attraktiver werden. Als einziges Unternehmen am Markt deckt KraussMaffei den größten Teil der Kunststoff-Wertschöpfungskette ab. „Wir verstehen uns als „Enabler" (Ermöglicher) von Circular Economy für unsere Kunden, damit diese als Teil der Kreislaufwirtschaft erfolgreich sein können", erklärt Matthias Sieverding, President des Segments Extrusionstechnik bei KraussMaffei. Über den Bereich Extrusion erfolgt die Produktion von Rohmaterial und Halbzeugen, die Spritzgießtechnik – in Kombination mit der jeweiligen Automation - ermöglichen die effiziente Fertigung von High-Tech-Teilen, bevor dann wieder die Stunde der Extrusion schlägt, um diese Produkte zu recyceln.

Digitale Nachverfolgung über den gesamten Kreislauf

Sowohl beim Extrudieren als auch beim Spritzgießen tritt der dritte beteiligte Geschäftsbereich auf der K in Aktion: Digital Service & Solutions mit Produkten wie APC plus (Adaptive Process Control) und DataXplorer. APC plus überwacht den Spritzgieß-Prozess und passt ihn permanent an, um Störeinflüsse wie Chargen- und Klimaschwankungen, oder eben wechselnde Recompound-Anteile auszugleichen. Beim Extrudieren erfasst man Schmelzetemperatur, Druck und Schneckendrehzahl.

Der DataXplorer ermöglicht einen sehr detailreichen Blick in die Prozesstiefe, weil er bis zu 500 Signale, beispielsweise von der Maschine oder dem Werkzeug, pro Sekunde als Kurvenverläufe abspeichern kann.

Alle Daten, die sich so ergeben, fließen in ein neues System ein, das zur K 2019 eingeführt wird. Dabei handelt es sich um eine zentrale Datensammelstelle für alle Komponenten innerhalb einer Produktionszelle, also auch Peripherie und Automation. Der Kunde kann alle Informationen erfassen, die er für die Produktionsüberwachung und die Produktionsfluss-Steuerung braucht. Der Export der Daten (etwa in MES- oder ERP-Systeme) ist einfach und modular realisierbar. Digitale Services helfen, die Qualität von Fertigung und Produkten zu sichern, verhindern Ausschuss und tragen so ebenfalls zur ressourcenschonenden Produktion bei.

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