![]() |
| Drei Fachunternehmen – ein Ziel: höchste Recyclingqualität:
Roberto Freire Matteucci, Daniel Nagl (Leistritz), Teemu Koskela (Syklo Oy), Josef Hochreiter, Stefan Lehner (NGR) (Bilder ©Leistritz)
|
Der finnische Kreislaufwirtschaftspionier Syklo Oy setzt auf das Know-how von Leistritz Extrusionstechnik, um seine Recyclingkapazitäten zu erweitern. Der Nürnberger Compoundierspezialist liefert drei Kaskadenextrusionsanlagen, die die Effizienz des Recyclings von HDPE, PP und LDPE aus Post-Consumer-Abfallströmen deutlich steigern und die Kunststoffrecyclingkapazität Finnlands um bis zu 50 % erhöhen können. In enger Zusammenarbeit mit dem Technologiepartner NGR – Next Generation Recyclingmachinen entstehen hochmoderne Anlagen, die neue Maßstäbe in Sachen Energieeffizienz und Materialqualität setzen. Im neuen Circular Economy Hub in Hyvinkää verarbeiten die drei Recycling-Extrusionsanlagen gemischte Post-Consumer-Kunststoffe aus Haushalts- und Gewerbeabfällen.
![]() |
| Optimale Schmelzqualität, Prozesssicherheit und hochwertige Rezyklate auch bei schwankenden Einsatzstoffen: Leistritz Inline-Dehnungsrheometer
|
Das Herzstück jeder Anlage ist der Leistritz ZSE Doppelschneckenextruder mit MAXX-Technologie. In Kombination mit der C-GRAN-Schneidkompaktier-Extruder-Lösung von NGR wird das Material zunächst komprimiert und homogenisiert, bevor es mit Hilfe der Doppelschneckentechnologie von Leistritz compoundiert und veredelt wird.
„Mit dem Inkrafttreten der EU-Verordnung über und Verpackungsabfälle (PPWR) im August 2026 steigen die Anforderungen an Kunststoffverpackungen erheblich – von obligatorischen Recyclinganteilen über erweiterte Herstellerverantwortung bis hin zu strengeren Materialvorgaben. Für uns bedeutet dies, dass das Recycling effizienter, präziser und noch nachhaltiger werden muss. Gleichzeitig müssen Recyclingprodukte wesentlich höheren Qualitätsanforderungen genügen“, erklärt Teemu Koskela, CEO von Syklo.
„Dank der innovativen Doppelschneckentechnologie und der jahrzehntelangen Erfahrung von Leistritz können wir diese Herausforderungen nun zuverlässig meistern. Mit Leistritz als Partner sind wir bestens auf die kommenden regulatorischen Anforderungen vorbereitet und können unseren Kunden hochwertige, farbsortierte und nachhaltige Rezyklate anbieten“, sagt Teemu Koskela. Er fügt hinzu: „Eine weitere Besonderheit unseres neuen Circular Economy Hubs ist der vollständig geschlossene Wasserkreislauf vor Ort: Das Abwasser wird destilliert und im Recyclingprozess wiederverwendet. Der abgetrennte Schlamm, der Mikroplastik enthält, wird getrocknet, wodurch die Freisetzung von Mikroplastik in Gewässer verhindert wird.“
Hochwertig, effizient, präzise, nachhaltig
In der ersten Stufe des Recyclingprozesses wird das Material optimal für den anschließenden Upcycling-Schritt im Leistritz-Doppelschneckenextruder vorbereitet. Diese zweite Compoundierstufe ist entscheidend, da durch die gezielte Dosierung von Additiven hochwertige Rezyklate entstehen, die in anspruchsvollen Kunststoffprodukten – wie beispielsweise PO-Folien – verwendet werden können. Dank der leistungsstarken Entgasung werden flüchtige Verunreinigungen effektiv entfernt, was für Anwendungen mit hohen Reinheitsanforderungen unerlässlich ist.
Kompetenz für die Kreislaufwirtschaft
Das Projekt ist ein Beispiel für erfolgreiche Strategien für eine nachhaltige Zukunft: Es können hochwertige Rezyklate mit stabilen mechanischen Eigenschaften hergestellt werden – zugeschnitten auf die Bedürfnisse einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe.
Die Kombination aus Recycling und Compoundierung zeigt, wie selbst aus sehr unterschiedlichen Rohstoffqualitäten hochwertige Rezyklate hergestellt werden können. Dadurch können strenge Anforderungen an Reinheit und mechanische Stabilität erfüllt werden, beispielsweise für PO-Folien oder hochwertige Spritzgusskomponenten.










