Wie können Verpackungen nachhaltiger, regulatorisch zukunftssicher und zugleich industriell wirtschaftlich produziert werden? Diese Frage stand im Zentrum der Packaging Dialogue Days Europe am 24. Juni 2026 in Salzburg und am 25. Juni 2026 bei Kiefel in Freilassing. Mit der Veranstaltung brachte Kiefel Entscheider*innen aus der Verpackungsindustrie, Markenunternehmen, Handel sowie Technologie- und Materialpartner entlang der Wertschöpfungskette zusammen. Die Eröffnung des neuen Customer Innovation Center Polymer am Standort in Freilassing machte dabei nachhaltige, wirtschaftliche und zukunftssichere Verpackungslösungen praxisnah erlebbar.
![]() |
Unter der Leitidee „Kiefel gestaltet die Zukunft der Verpackungstechnologie – gemeinsam mit Partnern, Kunden und Talenten“ schuf das Unternehmen eine Plattform für den fachlichen Austausch zu aktuellen Herausforderungen der Branche: von PPWR, EFSA und Recyclingfähigkeit über Food-Contact-Anwendungen bis hin zu Automatisierung, Materialeffizienz und neuen Fiber- sowie Polymerlösungen.
Der erste Konferenztag im Salzburg Congress zeigte die thematische Breite der Transformation in der Verpackungsindustrie. Giuseppe Liuzzo Scorpo von Borouge International beleuchtete die Zukunft von PP-Verpackungen, Paul Earnshaw von Tesco gab Einblicke in die Verpackungsstrategie eines Handelsunternehmens im Kontext von Nachhaltigkeit und Regulatorik.
Franz Rittmannsberger von PreZero, Teil der Schwarz Gruppe, zu der Unternehmen wie Kaufland und Lidl gehören, sprach über den Status und die Herausforderungen des mechanischen Recyclings von Haushaltsabfällen in der EU.
Besonders anschaulich war der Vortrag von Jaroslaw Holz, der den Weg des polnischen Verpackungsherstellers Poli sp. z.o.o. präsentierte: vom Polymer- zum Faser-Thermoforming auf Kiefel-Maschinen, von ersten Prototypen bis zu hunderten Millionen produzierten Faserteilen – eine echte Success-Story.
Irena Vitkauskiené von RETAL Baltic Films, erklärte PET Tray-to-Tray Recycling im Kontext von PPWR, Design for Recycling und industrieller Umsetzung.
Fiber Packaging war ein ebenso zentraler Bestandteil des Programms. Beiträge von Kiefels Technologie- und Materialpartnern wie Kadant, Solenis und Mondi zeigten, wie Biofasern, Barrierekonzepte und Spezialzellstoffe zur Weiterentwicklung faserbasierter Verpackungen beitragen konnten. Damit adressierten sie sowohl Materialfragen als auch industrielle Umsetzbarkeit, was sie als entscheidenden Schritt sehen, um nachhaltige Verpackungskonzepte von der Idee in skalierbare Produktion zu überführen.
Am zweiten Veranstaltungstag wurde der Austausch bei Kiefel in Freilassing fortgesetzt: Bei der Eröffnung des neuen Customer Innovation Center (CIC) erlebten die Teilnehmenden Live-Maschinenvorführungen, Service-Infopoints und konkrete Anwendungen. Damit bildet das CIC die operative Grundlage, um Diskussionen aus dem Branchendialog direkt in Versuche, Anwendungen und technologische Weiterentwicklungen zu überführen.
Mit den Packaging Dialogue Days unterstreicht Kiefel seinen Anspruch, mehr zu tun als Maschinen und Systeme zu entwickeln, sondern gemeinsam mit Kunden, Marken und Technologiepartnern an den Verpackungslösungen von morgen zu arbeiten. Das Zusammenspiel aus Branchendialog, technischer Expertise und anwendungsnaher Entwicklung verdeutlich, wo die Zukunft der Verpackungstechnologie entsteht.











