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Forschung am SKZ in Würzburg

Forschung am SKZ in Würzburg

Neuigkeiten 01.09.2026
SKZ Bild Newsletter Advertorial

Im Technikumsmaßstab führt das SKZ Zerkleinerungsversuche durch (Bild: SKZ)

 

 

Im Alltag treffen wir ständig auf den Werkstoff Kunststoff – Verpackungen, Textilien, Spielzeuge und viele weitere Produkte. Die eingesetzten Kunststoffe sind für ihre Anwendung konzipiert sowie funktionalisiert. Diese Funktionalisierung erfolgt über spezielle Rezeptierung sowie den Einsatz von Additiven. Je nach Bedarf kommen Zusatzstoffe wie Fasern, Haftvermittler etc. zur Verwendung. Aber teilweise wird die Funktionalisierung auch durch die Benutzung von anderen Materialsorten erreicht. Beispielsweise Papier-Kunststoffverbunde als Lebensmittelverpackung. Bei Textilien ist es ein Materialmix z. B. aus Baumwolle und Polyester. Oder sogar in einigen Fällen ein bunter Materialmix, wenn verschiedene Natur- und Kunstfasern sowie Beschichtungen miteinander kombiniert werden.

Je mehr der Kunststoffbedarf in den variablen Anwendungsfeldern steigt, desto mehr sind unterschiedliche Materialverbunde anzutreffen. Vielleicht ebenfalls getrieben von dem Wunsch optisch ansprechende Design oder „nachhaltigere“ Verpackungsmöglichkeiten zu ermöglichen. Doch was passiert nach dem Produktlebenszyklus mit dem am Markt verfügbaren Lösungen? Können diese im Rahmen einer Kreislaufwirtschaft wiederverwendet werden, oder landen sie dann nun in der Verbrennung?

Die richtige Entsorgung verbessert das mechanische Recycling

Auf Verpackungen finden die Verbraucher vermehrt die Information zur Entsorgung wieder. Anhand von kleinen Hinweisschildern ist zu erkennen, wie der Aufbau ist oder wie diese Bestandteile zu entsorgen sind. Ein Beispiel ist die Joghurtverpackung mit Kartonlabel: Der Becher ist aus PP, der Deckel aus Aluminiumfolie und das Label aus einem Kartonverbund. Landen nun Kunststoffe im Altpapier oder auch andersherum, wird die Sortenreinheit der Stoffströme vermindert. In Papierfabriken werden vermehrt Kunststoffe wiedergefunden. Auch für das Kunststoffrecycling ist eine Sortenreinheit sehr wichtig. Denn die meistverbreitete Aufarbeitungsmethode ist das mechanische Recycling, wo die Eingangsqualität ein signifikantes Maß für die Ausgangsqualität ist. Andere Kunststoffsorten, Materialmixe oder viele Additive verringern die Rezyklatqualität, da Materialverbunde eben gar nicht voneinander getrennt werden können. Dies gilt nicht nur für Verpackungen, sondern für alle Produkte in denen Kunststoffe eingesetzt werden.

Daher muss bei der Produktkonzipierung verstärkt darauf geachtet werden, ob ein Materialmix benötigt wird oder nicht. Falls doch, sollte das Design überdacht werden. Eingebaute Trennungsmöglichkeiten legen den Grundstein für die Recyclingfähigkeit. Machbarkeitsstudien im Technikumsmaßstab ermöglichen zudem die Lösungsbewertung. Hier überprüft das Kunststoff-Zentrum SKZ die Trennmöglichkeiten der Produkte und führt Zerkleinerungsversuche durch, um diese wieder zu Rezyklaten oder im Idealfall zum gleichen Kunststoffprodukt weiterzuverarbeiten.

Treffen Sie das Kunststoff-Zentrum SKZ auf der Fakuma vom 12. – 16. Oktober 2026 in Halle B3 – Stand B3-3000. Weitere Informationen zu Forschung und Dienstleistungen rund um das Recycling am SKZ unter https://www.skz.de/forschung/kreislaufwirtschaft/recycling

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